Wahl des Instruments - Abenheimer Musikladen

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Wahl des Instruments

Akkordeon Service > Handharmonikas
Wer ein diatonisches Instrument kaufen möchte, muß sich entscheiden, welche Grundtonart es haben soll. Diese Entscheidung fällt nicht nur dem Anfänger schwer. Unsere Instrumente sind normalerweise in G/C-Dur, den Tonarten, die in Frankreich bei den Folkmusikern am beliebtesten sind, oder in D/G-Dur, was in England am häufigsten gewählt wird und auch für irische Folklore oft verwendet wird.

In Irland werden auch oft Instrumente gespielt, bei denen die beiden Reihen einen Halbton auseinanderliegen, also z.B. H/C, C#/D, D/D#.

In Deutschland ist bis heute C/F-Dur üblich; Akkordeon-Orchester, in denen Club-Modelle benutzt werden, spielen in diesen Tonarten. Die deutschen Anhänger der Folkmusik folgen jedoch in der Wahl des Instruments immer häufiger den Franzosen und Engländern. Um noch größere Verwirrung zu stiften, sei hinzugefügt, daß in den Niederlanden die alte Folktanzmusik vorwiegend auf C/F-Dur Instrumenten gespielt wird!

Die Antwort auf die Frage nach der Wahl des richtigen Instruments: man muß sich überlegen, welche Art von Musik man spielen möchte, dann sucht man sich Leute, die diese Art     von Musik machen und findet heraus, in welcher Tonart bzw. in welchen Tonarten diese Leute hauptsächlich spielen. Und genau so ein Instrument schafft man sich dann an!

Register
Diskantregister sind entweder für jeden Chor vorhanden, oder es schaltet die tiefe Oktave eines dreichörigen Instruments. Ein einzelnes Baßregister schaltet die Terz aus. Ein zweites Baßregister schaltet den tiefen Baßton aus.

Die Frage des Klanges
Noch etwas zur Wahl des richtigen Instruments: bei allen Instrumenten mit zwei oder mehr Stimmplatten pro Ton gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die einzelnen Stimmzungen gestimmt sind. Da die Stimmzungen für einen Ton nicht genau gleich gestimmt sind,     entsteht beim Zusammenspiel der Zungen ein Tremolo-Effekt, der in Schwingungszahlen ausgedrückt wird. Je größer diese Schwingungszahl ist, desto deutlicher wird der Effekt.
Die Hohner-Instrumente haben normalerweise eine relativ hohe Schwingungszahl (Schwebungsfrequenz 4,0), während die anderen Instrumente meist eine niedrigere Schwingungszahl (Schwebungsfrequenz 1,5 - 2,5) haben; jeder hat hier seine eigene Vorliebe.

Im allgemeinen entsteht bei höherer Schwingungszahl ein schärferer Klang, der besonders gut für Tanzmusik und zum Spielen im Freien geeignet ist. Die niedrigere Schwingungszahl ruft einen weicheren Klang hervor, der von Sängern bevorzugt wird und der auch für das reine Instrumental-Zusammenspiel gut geeignet ist. Alle Instrumente sind auf Bestellung in fast jeder beliebigen Schwingungszahl erhältlich, allerdings kann die Lieferzeit hier mehrere Monate betragen.

Einreihige Handharmonika
Die frühesten Handharmonikas waren einreihig; sie wurden durch Hinzufügen von weiteren Stimmzungensätzen sowie Registerknöpfen zur Wahl der gespielten Stimmzunge(n) weiterentwickelt. Die einreihigen Handharmonikas sind heute noch als zwei- und vierchörige Variationen erhältlich. Die vierchörige Version wurde auch nach Amerika exportiert, wo sie ein beliebtes Instrument der aus Frankreich stammenden Kanadier wurde, die in Richtung Süden in die Gegend um New Orleans gezogen waren. Dort ist die Handharmonika allerdings     von der heutigen temperierten Stimmung abweichend gestimmt und wird hauptsächlich für Musik im Cajun-Stil verwendet.

Zweireihige Handharmonika
Die zweireihige Handharmonika ist das am häufigsten für Folkmusik und Folktanz verwendete Instrument und bietet einen Kompromiß aus Lautstärke, Klangqualität, Tonumfang und Kompaktheit.

Wir bieten Instrumente in den Tonarten G/C und D/G an. Die ersten beiden Knöpfe auf der Diskantseite dieser Instrumente sind normalerweise Hilfstöne, die es (in begrenztem Maße) möglich machen, auch in anderen Tonarten zu spielen; so zum Beispiel in C-Dur und e-moll auf einem D/G Instrument oder F-Dur und a-moll auf einem G/C Instrument. Es können auch andere Tonarten bestellt werden. Das Modell Nuage von Saltarelle, zum Beispiel, das besonders gut für irische Musik geeignet ist, gibt es in den Tonarten H/C, C#/D, D/D#, usw.

Zweireihige Handharmonika mit Hilfstonhalbreihe
Die zusätzliche Hilfstonhalbreihe bedeutet, daß man mit Hilfe der Vielzahl von Halbtönen nicht nur in den Grundtonarten des Instruments, sondern auch in weiteren Tonarten spielen kann. Außerdem erhält man in den Grundtonarten einen größeren Tonumfang, weil die Hilfstöne aus den ersten beiden Reihen in die Halbreihe verlegt wurden. Um die Flexibilität dieser Handharmonika noch zu erweitern, hat sie meist zwölf oder mehr Baßknöpfe.

Dreireihige Handharmonika
Eine dreireihige Handharmonika hat drei Grundtonarten, zum Beispiel A/D/G, G/C/F oder sogar so exotische Kombinationen wie C#/D/G. Wie bei der zweireihigen Handharmonika ist auch hier der erste Ton jeder Reihe ein Hilfston, wodurch die Anzahl der Tonarten, in denen man spielen kann, erhöht wird. Diese Instrumente haben normalerweise zwölf Bässe.

Sondermodelle
Einige Instrumente sind keiner anderen Kategorie zuzuordnen, da sie ganz spezielle Eigenheiten haben. Sie sind für besondere Zwecke entwickelt worden.

Die Club-Modelle
Das Club-Modell wurde von Hohner entwickelt und ist in Handharmonika-Orchestern weit verbreitet. Spieler dieser Modelle verwenden fast ausschließlich eine für dieses Instrument speziell entwickelte Griffschrift anstelle von Noten. Club-Modelle sind meistens in C/F mit einer Hilfstonreihe; auf der F-Reihe gibt es einen Gleichton (C).
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